Interview mit Gott


"Was verwundert Dich am meisten, Gott, wenn Du die Menschen beobachtest?"

Gott antwortete: "Was mich am meisten wundert, ist, dass sie Langeweile empfinden in ihrer Kindheit. Dann beeilen sie sich erwachsen zu werden und dann sehnen sie sich danach wieder Kinder zu sein. Auch wundert es mich, dass sie ihre Gesundheit opfern, um Geld zu machen, um dann ihr Geld zu opfern, um ihre Gesundheit wiederherzustellen. Es wundert mich auch, dass sie vor lauter Planen für die Zukunft die Gegenwart vergessen. Und so leben sie weder in der Gegenwart, noch in der Zukunft. Und dass sie leben, als bräuchten sie niemals zu sterben. Und dass sie dann sterben, als hätten sie nie gelebt."

Dann nahm Gott meine Hände in die seinen und nach einer Weile im Schweigen fragte ich erneut: "Was sind die Lehren, die du deinen Kindern gerne mitgeben möchtest?"

Und wieder antwortete Gott mit einem Lächeln: "Lernen sollten sie, dass man niemanden zwingen kann, einen zu lieben. Aber dass man etwas tun kann, um liebenswert zu sein. Lernen sollten sie, dass das Wichtigste nicht ist, was man hat, sondern wen man in seinem Leben hat. Zu lernen, dass nicht der reich ist, der viel hat, sondern wer wenig braucht. Lernen, dass es nur Sekunden braucht, um tiefe Wunden zu schlagen - auch den Menschen, die wir gerne haben. Und dass es Jahre braucht, um diese zu heilen. Zu lernen, was Vergebung bedeutet, und sie zu üben. Und dass es nicht genug ist, dass einem von anderen vergeben wird, sondern dass man sich auch selbst vergeben und verzeihen muss. Und noch etwas sollten sie lernen, meine Menschen: dass ich immer da bin."

(Jim Brown von World Vision)